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Wein lagern – so funktioniert es

Die Lagerung eines Weins, egal ob aus Südafrika oder nicht, zählt zu den zentralen Punkten für viele Weinliebhaber. Hat man einmal seinen Lieblingswein gefunden, möchte man am liebsten mehrere Kartons davon im heimischen Weinkeller lagern, um niemals die letzte Flasche anbrechen zu müssen. Bevor jedoch auf die wichtigsten Aspekte bei der Lagerung von Wein eingegangen werden kann, gilt es zwei Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

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Nicht jeder Rotwein ist lagerfähig

Weithin verbreitet ist noch immer der Irrtum, ein zu stringenter Rotwein, dessen Tannine den Geschmack vollkommen dominieren und der nur über ein schwaches Bouquet verfügt, sei schlichtweg zu jung. Man müsse ihn halt nur einfach ein paar Jahre lagern lassen, dann würde er schon nachreifen. Leider ist es nicht ganz so einfach. Nur ein guter Wein, der bereits in jungen Jahren Großes ankündigt oder zumindest erahnen lässt, reift noch lange nach und entfaltet sein komplettes Aromenspektrum erst mit der Zeit. Doch dies kündigt sich bereits frühzeitig bei der Verkostung an. Ein schwacher Rotwein bleibt auch nach längerer Lagerung schwach, daran kann selbst der beste Weinkeller nichts ändern

Auch Weißwein kann lagerfähig sein

Die Faustregel, man solle Weißwein möglichst jung trinken, stimmt. Sie ist und bleibt jedoch nur eine Faustregel, die nicht allen Weißweinen gerecht werden kann und dies auch gar nicht will. Insbesondere im Fass ausgebaute Weißweine halten über mehrere Jahre hinweg ihre Fruchtigkeit und Eleganz bei, des Öfteren sind die unweigerlichen Holzaromen auch erst jetzt perfekt in den Körper integriert. Zudem gibt es Weinliebhaber, die ihren Weißwein lieber abgerundet und ausgesprochen weich mögen. Für sie wäre ein junger und überaus knackiger Sauvignon Blanc nicht die beste Wahl – sie sollten lieber das ein oder andere Jahr mit dem Genuss warten oder eher einen Chardonnay oder einen Chenin Blanc wählen. Ein Weißwein sollte daher nicht immer möglichst jung getrunken werden, genau so wenig wie ein Rotwein möglichst spät. Entscheidend sind vielmehr der persönliche Geschmack und die eigenen Vorlieben, wann ein Wein den größten Trinkgenuss bereitet. Allerdings sollte man sich dennoch eines bewusst sein: Die Lagerfähigkeit von Wein liegt in großen Teilen in den Tanninen, von denen Weißwein keine oder nur sehr wenige verfügt, ein schwerer Rotwein der Rebsorten Cabernet Sauvignon oder Shiraz hingegen überaus viele davon besitzt. Daher kann man einen Rotwein in der Regel länger lagern als einen Weißwein. Über die individuelle geschmackliche Qualität sagt dies freilich nur wenig aus.

Wein bei konstanter Temperatur lagern

Damit sich ein Wein lange hält, sollten Genießer einen Weinkeller besitzen, der eine Durchschnittstemperatur von ca. 15 Grad besitzt. In Ausnahmefällen kann die Temperatur auch etwas höher liegen, hier kommt es darauf an, wie lange man den Wein lagern möchte – Je länger desto kühler sollte es sein. Bedeutender ist es jedoch, im Weinkeller für eine konstante Temperatur zu sorgen. Allzu große Schwankungen sind gefährlich. Dadurch würde sich der Wein im Wechsel ausdehnen und wieder zusammenziehen, wodurch auf Grund des Unter- bzw. Überdrucks in der Flasche Luft hineinströmen kann. Dies würde den Alterungsprozess unnötig beschleunigen, zudem könnten ungewollte Gerüche, wie die von Lösungsmitteln, Farben oder der typische Kellergeruch den späteren Genuss trüben.


Hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Licht

Wer auf Korken beim Verschluss der Flaschen setzt, sollte für eine hohe Luftfeuchtigkeit in seinem Weinkeller sorgen. Werte zwischen 75 und 85 Prozent sind perfekt. So verhindern Sie, dass der Korken austrocknet und spröde wird. Nur ein geschmeidiger Korken verschließt den kostbaren Inhalt ausreichend in der Flasche. Obwohl die meisten Flaschen aus dunklem Glas bestehen, sollten Sie den Wein nur wenig Licht aussetzen. Ansonsten kann es vorkommen, dass sich Farbe, Geruch und Geschmack verändern. Da man dies nicht steuern kann und so nicht genau weiß, was mit den Aromen passiert, ist es schlichtweg besser, den Wein so zu belassen, wie ihn die Winzer vorgesehen haben.


Ordnung muss sein

Bei der eigentlichen Lagerung des Weins spielen die äußeren Umstände eine große Rolle. Je nach Platzangebot kann man die Flaschen entweder eng beieinander oder großzügig verteilt lagern. Flaschen mit Schraubverschluss können stehen, solche mit Korken sollten unbedingt liegend im Weinkeller überdauern. Bei kleinen Beständen reicht es, den Karton entsprechend zu beschriften, bei größeren Weinkellern hilft eine Beschriftung an den Regalen. Ein ordentlich geführtes Kellerbuch unterstützt einen zudem bei der späteren Suche nach seinem Lieblingswein.