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Das Terroir beim Weinanbau

Das Terroir einer Weinanbaufläche entscheidet maßgeblich darüber, inwiefern sich hier überhaupt hochwertiger Wein herstellen lässt. Es gibt im Prinzip vor, welche Rebsorten angepflanzt werden können und bestimmt zudem den geschmacklichen Charakter des Weingutes. Ein und dieselbe Rebpflanze kann, wenn Winzer sie an verschiedenen Terroirs anbauen, ganz unterschiedliche Ergebnisse liefern – vom Ertrag über die Farbe bis hin zum geschmacklichen Ausdruck.

Terroir ist ein Sammelbegriff für Aspekte wie die Bodenbeschaffenheit, die allgemeine Lage, das vorherrschende Klima bis hin zum Mikroklima. Vor allem in letzter Zeit sprechen viele Weinbegeisterte davon, dass ein Wein „sein Terroir widerspiegelt“. Dies ist nicht zu verwechseln mit den sogenannten mineralischen Noten, die ein Wein besitzen kann. Man meint damit mehr, der entsprechende Tropfen konnte ungehindert die Nährstoffe aufnehmen und reifte weitestgehend ungestört. So kann eine Rebe ihr ganzes Potential ausschöpfen und zugleich gewisse Charakteristiken des Terroirs aufnehmen, zum Beispiel besonders ausgeprägte Aromen oder eine überaus fruchtige Reife.


Terroir in Südafrika und Europa

In den alten Ländern in Europa spielt das Terroir eine immense Rolle, hier gibt es wahre Glaubenskriege zu den unterschiedlichsten Terroirs. Es gibt Liebhaber von Rhône-Blends, und solche die auf Bordeaux-Weine schwören. Die Gegend der Champagne ist zu einer Marke geworden und als Bezeichnung geschützt, aber auch Toskanische Weine oder die von der Mosel oder Saale stammenden haben alle ihren eigenen Charakter. Im Prinzip sind diese Gebiete nichts anderes als Terroirbezeichnungen, die individuelle Geschmacksnoten hervorbringen.

Es ist jedoch schwierig bei dem komplexen Zusammenspiel feste Regeln für das perfekte Terroir zu geben. Die existieren schlichtweg nicht. Es gibt ein paar Grundkriterien, die das Terroir erfüllen muss, danach zieht man aber Erfahrungswerte zu Rate, um eine Lage zu bewerten. Man schaut zum Beispiel, welche Parzelle besonders guten Rotwein hervorgebracht hat, welche sich für einen besonders knackigen Weißwein eignete, oder wo die Edelfäule den besten Dessertwein hervorgebracht hat. Manche Terroirs eignen sich besser für Pinotage, andere für Malbec und wieder andere für Chenin Blanc und so weiter. 

In Südafrika spielt das Terroir im Wesentlichen auf nationaler Ebene eine große Rolle. Die meisten Weingüter befinden sich in großer Nähe zueinander, was Unterscheidungen erschwert. Südafrika gilt zudem als eines der besten Länder für kontinuierlichen Weinanbau, das Niveaupotential bleibt hier auf einem konstanten Level, da das Terroir und vor allem das Klima weniger wechselhaft sind als in Kontinentaleuropa. Die Weingüter in Südafrika differenzieren sich daher eher über die Auswahl der Rebsorten. Dennoch ist es für Winzer wie für Weinliebhaber gleichermaßen wichtig zu wissen, was ein gutes Terroir leisten muss.

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