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Wein aus Südafrika
für alle Sinne

Es gibt zwei Arten, sich mit einem Wein zu beschäftigen: Entweder man trinkt und genießt, oder man verkostet und analysiert. Beide haben ihre Vorteile und sind für ein tiefes Verständnis immens wertvoll, aber jeder sollte sich bewusst für eine Art entscheiden, wenn er sich einen Wein gönnt. Je nach Gemütslage oder Anlass entscheidet man am besten selbst, wie man sich dem edlen Tropfen nähert. Vor dem heimischen Kamin, vielleicht mit einem guten Buch, wird man eher geneigt sein, einen Wein zu verkosten, um sein ganzes Spektrum wahrzunehmen. Bei einer großen Festlichkeit wäre dies aber unangebracht, hier gilt es einfach zu genießen.

Grundsätzlich geht man jedoch immer gleich vor, wenn man sich einen Wein zu Gemüte führt. Entscheidend ist vielmehr die Intensität, mit der man dies tut.


Die Farbe eines Weins

Mit der Farbe des Weins ist es leider nicht mehr ganz so einfach wie früher. Durch chemische Tricks lässt sich diese nämlich am leichtesten beeinflussen, ohne dabei aber die wirkliche Qualität zu steigern. Daher ist es immer schwierig, aufgrund der Farbe beim Wein eine gesicherte Aussage zu machen, ob man einen echten Spitzenwein vor sich hat und in welchem Stadium sich dieser befindet. Einige Weinkritiker sind deshalb dazu übergegangen, die Farbe erst zum Schluss zu bewerten. Da es aber doch immer das erste ist, was man bei einem Wein wahrnimmt, seien hier einige grobe Regeln genannt.

Rotwein schimmert in der Jugend, gereift ist er eher matt

Bei einem Rotwein gilt, dass je jünger der Wein, desto schimmernder sollte er sein. Glanz und Reflexionen sollten ihn ausmachen, dazu eventuell ein leichter Violettstich, insbesondere an den Rändern. Mit zunehmenden Alter wird die Farbe matter, die Qualität des Weins bleibt hier noch gleich hoch, bei manchem Rotwein ist sie jetzt sogar erst auf ihrem eigentlichen Höhepunkt. Sobald sich eine braune Schattierung bemerkbar macht, weiß der Genießer, dass es höchste Zeit wird, die restlichen Flaschen im Weinkeller zu öffnen. Der Rotwein kann zwar noch immer eine ausgesprochen hohe Qualität besitzen, jedoch wird er sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr allzu lange halten.

Ob und wie dunkel ein Rotwein sein muss, ist eher eine Frage der verwendeten Rebsorte und des Stils. Ein tanninbetonter und würziger Rotwein wird immer eine dunkle, fast schwarze Farbe besitzen. Bei der Stilrichtung „Leicht und Fruchtig“ darf es aber durchaus gerne etwas heller sein. Dies ist keine Qualitätseinbuße, sondern zeigt vielmehr, dass der Winzer gezielt einen bestimmten Geschmack erreichen wollte.

Weißwein – Grün oder Golden

Bei der Farbe eines Weißweins zeigt der Glanz ebenfalls das Alter an, je mehr er schimmert, desto jünger wird er sein. Eine trübe Einfärbung zeigt ein Exemplar, dass der Liebhaber, ähnlich wie die bräunlichen Rotweine, recht bald trinken sollte.

Grüne Schattierungen bei einem Weißwein deuten auf Rebsorten wie Sauvignon Blanc hin und sprechen für einen spritzigen oder knackigen Wein. Gelb oder gar Gold kündigt ein vollmundiges und äußerst körperreiches Exemplar an. Die eigentliche Farbschattierung bei einem Weißen verrät also bereits eine ganze Menge über den Stil und den zu erwartenden Geschmackseindruck.

Einen Wein riechen

Nun atmet man am besten den Wein langsam und in einem tiefen Zug durch die Nase ein. Hier darf auch der Gentleman oder die Lady gerne die Nase in das Glas halten. Davor sollte man das Weinglas ein wenig schwenken, damit der Wein zusätzlich in Kontakt mit Sauerstoff kommt. So kann er sein ganzes Spektrum an Düften entfalten. Kommen nur wenige oder gar lediglich ein einziges Aroma zum Vorschein, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Geschmack eine Note dominieren. Große Weine überzeugen jedoch eher durch ein reichhaltiges Bukett, welches viele unterschiedliche Aromen erkennen lässt. Komplexität ist in der Tat ein Zeichen für einen Premiumwein.

Auf der Zunge zergehen lassen

Ein großzüger Schluck ist für einen Premiumwein aus Südafrika ideal. Seien Sie nicht bescheiden, die besten Weinverkoster nehmen stets einen großen Schluck, um auch wirklich jede Nuance feststellen zu können. Dabei ziehen sie zudem oftmals Luft mit hinein – kein Zeichen für fehlenden Anstand, sondern vielmehr für ein gutes Weinwissen, denn ein Wein entfaltet sich erst bei Sauerstoffkontakt. Bei einem Dinner zu zweit oder in einer förmlichen Runde kann man freilich darauf verzichten, der Wein wird auch so munden.

Es wäre falsch anzugeben, welche Geschmacksnoten ein Wein haben sollte. Dazu existieren schlichtweg zu viele unterschiedliche Rebsorten und Ausbaumöglichkeiten. Grundsätzlich gilt aber auch hier, dass eine hohe Vielschichtigkeit für einen absoluten Spitzenwein spricht. Bei Aromen von Tabak, Holz oder Vanille kann man zudem davon ausgehen, dass der Winzer Eichenfässer beim Ausbau verwendet hat.

Der Abgang rundet den Wein ab

Je länger der Abgang, umso besser. Vor allem wenn auch jetzt noch neue Geschmacksnuancen hinzukommen, kann man davon ausgehen, ein echtes Juwel genossen zu haben.

Es gibt grundsätzlich keine Vorgaben, wie ein Wein zu schmecken hat. Lediglich eines kann man jedoch mit Sicherheit sagen: Ein Spitzenwein überzeugt immer durch seine Komplexität und seine Vielschichtigkeit. Daher wird der Genießer in der Regel mehr als nur eine Geschmacksnote erkennen können.

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